Was ist Sari?
Sari ist eine KI-gestützte Kommunikationshilfe für Menschen, die z.B. aufgrund motorischer Einschränkungen nicht oder nur eingeschränkt sprechen können.
Die App unterstützt dabei, Gedanken in gesprochene Sprache zu übersetzen – durch intelligente Vorschläge, Kontextverständnis und Sprachsynthese.
Ziel ist es, Kommunikation im Alltag wieder einfacher, schneller und persönlicher zu machen.
Für wen ist Sari gedacht?
Sari richtet sich an Menschen mit eingeschränkter Sprechfähigkeit bei gleichzeitig klarem Bewusstsein.
Dazu gehören unter anderem:
- Amyotrophe Lateralsklerose (ALS)
- Schlaganfall (Apoplex)
- Locked-in-Syndrom
- Luftröhrenschnitt (Tracheostoma) oder Langzeitbeatmung
- Multiple Sklerose (MS) im fortgeschrittenen Stadium
- Parkinson im Spätstadium
- Schädel-Hirn-Trauma
- Zerebralparese (schwere Formen)
- Autismus (in bestimmten Ausprägungen)
Grundsätzlich ist Sari für alle Situationen gedacht, in das Sprechen motorisch nicht zuverlässig möglich ist.
Welche Probleme löst Sari?
Viele bestehende Assistenzsysteme sind langsam, umständlich oder wenig persönlich.
Sari verfolgt einen anderen Ansatz:
- weniger Tippen
- mehr Vorhersage
- mehr Kontextverständnis
Die App hilft dabei, schneller zu sprechen und sich natürlicher auszudrücken.
Wo kommt Sari her?
Sari ist aus der Initiative „KI meets ALS“ entstanden, die 2024 von Jochen Schwarzmann und Dr. Jens Wehrmann gegründet wurde.
Im Mittelpunkt stand von Anfang an die Frage:
Wie kann man Kommunikation ermöglichen, wenn der Geist klar ist, aber der Körper nicht mehr mitmacht?
Die Entwicklung erfolgte gemeinsam mit Betroffenen, Angehörigen und Partnern aus dem Umfeld von Medizin und Pflege.
Warum habt ihr Sari entwickelt?
Die Idee zur Sari App ist im Rahmen des Digitacheles KI Podcasts entstanden. Dort haben wir verschiedene Experimente mit KI durchgeführt und haben irgendwann gemerkt, welches Potenzial durch KI gerade im Kontext von Krankheiten wie z.B. ALS entsteht.
Ziel war es, ein reales Problem zu lösen und moderne KI-Technologie möglichst singstiftend einzusetzen.
Gleichzeitig möchten wir zeigen, welches Potenzial KI hat, wenn sie gezielt zur Unterstützung von Menschen eingesetzt wird. Im Interview von Munich Startup erfahrt ihr mehr.
Verfolgt ihr kommerzielle Interessen?
Nein.
Sari ist Teil einer gemeinnützigen Initiative. Unser Ziel ist es, Menschen zu helfen – nicht ein Produkt zu vermarkten.
Wir legen Wert auf Transparenz und darauf, dass Nutzerinnen und Nutzer bewusst entscheiden können, ob und wie sie Sari einsetzen möchten.
Warum ist Sari kostenlos?
Aktuell ist Sari kostenlos nutzbar.
Die Kosten für Entwicklung, Betrieb und KI-Verarbeitung werden von der Mobile Software AG getragen.
Unser Ziel ist es, den Zugang möglichst niedrigschwellig zu halten und niemanden aus finanziellen Gründen auszuschließen.
Wird Sari in Zukunft etwas kosten?
Unser Ziel ist es, die Nutzung für Betroffene möglichst kostenfrei zu halten.
Wie sich das langfristig entwickelt, hängt unter anderem von Förderungen, Partnerschaften und der weiteren Entwicklung des Projekts ab.
Warum ist Sari kein Medizinprodukt?
Sari ist bewusst nicht als Medizinprodukt zugelassen.
Der Grund dafür ist, dass Zulassungsverfahren in diesem Bereich sehr aufwendig und langwierig sind. Gleichzeitig entwickelt sich die zugrunde liegende Technologie sehr schnell weiter.
Unser Fokus liegt darauf, die Lösung früh verfügbar zu machen und kontinuierlich zu verbessern.
Was bedeutet das für mich als Nutzer?
Sari ist eine unterstützende Technologie für Kommunikation im Alltag.
Die App ersetzt keine medizinische Behandlung oder Therapie und ist nicht als medizinisches Hilfsmittel im regulatorischen Sinne klassifiziert.